Carl Hansen

Carl Hansen eröffnete seine Möbelwerkstatt in Odense, Dänemark, im Jahr 1908. Schon bald war er für die hohe Qualität seiner Arbeit bekannt. Am Anfang fertigte das Unternehmen maßgefertigte Möbel - alles von der Esszimmereinrichtung bis zum Schlafzimmer. Als das Unternehmen größer wurde und die Zeiten sich änderten, wurde die Fertigung mehr und mehr auf kleinere Serien der beliebtesten Stücke umgestellt.


Diese Kombination aus Handwerkskunst und rationeller Serienproduktion wurde schon bald zum Markenzeichen des Unternehmens und ist es auch heute noch.

Bis in die Mitte der 1940er-Jahre hinein arbeitete Carl Hansen & Søn mit dem berühmten dänischen Architekten Frits Henningsen zusammen. Frits Henningsen entwarf eine Serie mit Windsor-Stühlen, von denen einige von Carl Hansen & Søn noch bis 2003 produziert wurden.

Der damalige Vertriebsmanager von Holger Hansen, Ejvind Kold Kristensen, beobachtete die neue Generation dänischer Möbeldesigner, die in den 1940er-Jahren hervortraten.
Kold Kristensen war besonders von Hans J. Wegner beeindruckt, dessen Arbeiten bei Ausstellungen gefeiert wurden, aber außerhalb der Spezialistenkreise relativ unbekannt waren. Kold Kristensen war sich sicher, dass Hans J. Wegner als Designer die Arbeit von Carl Hansen & Søn weiter vorantreiben konnte.

Kold Kristensen sprach Hans J. Wegner in den späten 1940er-Jahren an. Kurze Zeit später begann die Zusammenarbeit von Hans J. Wegner und Carl Hansen & Søn.

Hans J. Wegner entwarf 1949 für Carl Hansen & Søn vier Stühle, die alle in Produktion gingen und 1950 auf den Markt gebracht wurden. Unter diesen ersten vier Stühlen befanden sich der legendäre Wishbone Chair, CH24 und der wunderschöne bequeme Stuhl mit Sitzfläche und Rückenlehne aus durchgehender Papierkordel, CH25. Diese beiden Modelle werden seitdem immer noch gefertigt.
Holger Hansen, selbst Schreinermeister und talentierter Geschäftsmann, arbeitete eng mit Hans J. Wegner zusammen, um die Serienproduktion des Unternehmens an die extrem unterschiedlichen Designs anzupassen.
Es war zu dieser Zeit ein großes Risiko für Holger Hansen, den Großteil der Produktion auf ein relativ unbekanntes Design auszulegen. Die Produkte brachten alle keinen schlagartigen Erfolg. Ein paar Jahre später jedoch wuchs das Interesse an Hans J. Wegner sowohl in Dänemark als auch im Ausland.


Dann starb Holger Hansen plötzlich und viel zu früh im Jahr 1962.

Holger Hansens Witwe Ella Hansen hielt das Unternehmen Carl Hansen & Søn in der Familie und führte es mit Hilfe ihrer engagierten Mitarbeiter durch schwierige Zeiten - in den damaligen Zeiten eine bemerkenswerte Leistung für eine Frau. Ihr Sohn, Jørgen Gerner Hansen, übernahm 1988 die Leitung des Unternehmens. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Unternehmen immer noch am selben Standort, den Carl Hansen 1930 ausgewählt hatte.

Der zweitjüngste Sohn von Holger und Ella Hansen, Knud Erik Hansen, übernahm die Firma 2002. Seitdem wurde von Carl Hansen & Søn eine neue, moderne Fabrik in Aarup, außerhalb von Odense, errichtet. Hier produziert Carl Hansen & Søn auch heute noch hochwertige Möbel wie Esstische und Stühle, bequeme Sessel, Hocker, Sofas und Beistellttische, Büromöbel und Kindermöbel und setzt dabei auf jahrelange Handwerkstradition und modernste Technologie.

Heute ist Carl Hansen & Søn der größte Hersteller von Wegner-Möbeln und arbeitet eng mit dem Hans J. Wegner Studio zusammen. Dadurch hat das Unternehmen die Möglichkeit, herausragende Entwürfe aus der Schatztruhe von Hans J. Wegner zu produzieren bzw. wieder in Produktion zu bringen. Carl Hansen & Søn produziert außerdem bedeutende Möbelklassiker von einigen der einflussreichsten dänischen Architekten wie Mogens Koch, Kaare Klint und Ole Wanscher.

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